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Das
Klischee von Tradition und Moderne, die aufeinander
prallen: Nirgends ist es so wahr
wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Wo die Skyline vor der Wüste wie eine Fata Morgana
erscheint und Männer in dishdashas vorm Laptop
sitzen. Vom Kamel zum Ferrari –
und das innerhalb einer Generation.
Unglaublicher Luxus in Abu Dhabi und Dubai, Wohlstand
und Industrie in Sharjah, sehr gute europäische
Kühe in der Kornkammer Ras al-Khamai, fruchtbare
Täler und traumhafte Korallenbänke in Fujairah,
verschlafene Oasen
in Ajman und Umm al-Qaiwain.
Die VAE erscheinen bei näherem Hinsehen keineswegs
homogen. Nicht alle schwimmen
im Öl und katapultierten sich wie Dubai und
Abu Dhabi innerhalb einer Generation aus dem arabischen
Mittelalter in die Moderne. Doch gerade das macht den
Reiz der Emirate aus.
Der Grad zwischen Luxus und Bescheidenheit, zwischen
Protz und Persönlichkeit, Wüstentraditionalisten
und High-Tech-Beduinen.
Man mag kaum glauben, dass all die rasanten Entwicklungen
keine sozialen Verwerfungen
zur Folge haben, dass die Emire regieren wie
eh und je, ihre Untertanen empfangen und Anliegen persönlich
prüfen und entscheiden.
Zu fern scheint diese Welt angesichts der Bürotürme,
Hotels und Einkaufsparadiese aus
dem Bilderbuch westlicher Stilfantasien.
Doch sie existiert noch immer, in den Augen der Araber,
die noch vor wenigen Jahrzehnten kaum mehr erblickten
als die unendliche Wüste in ihrer erhabenen Schönheit.
Ein seltsames Land voll faszinierender Gegensätzlichkeit.
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