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Die
Osterinseln liegen mitten im Südpazifik, rund 4350
Kilometer östlich von Tahiti, 4200 Kilometer westlich
von Valparaiso in Chile und 3200 Kilometer südwestlich
der Galapagos-Inseln, und ist somit die entlegenste
bewohnte Region der Welt, wie Thor Heyerdahl in Aku-Aku,
dem Bericht seiner Expedition der Jahre 1955-1956, feststellte.
Die Osterinsel hat eine Fläche von 165 km²
und besteht aus einer Hauptinsel mit zwei vergleichsweise
winzigen, unbewohnten Nachbarinseln. Sie ist vulkanischen
Ursprungs, und hat daher fruchtbare Böden.
Seit damals interessiert sich die Wissenschaft brennend
für die Osterinseln, auf der es rund tausend rätselhafte,
riesige Statuen (Moai) gibt. Wer hat sie gemacht und
warum? Die Forscher sind heute der Ansicht, daß
die Osterinseln erstmals ca. 400 n.Chr. besiedelt wurde,
und
die Inselbewohner mit großer Kunstfertigkeit
nach der Sonne ausgerichtete Terrassen und kleine Statuen
anfertigten. Die Inselbewohner meinen, sie stellen Denkmäler
der Herrscher dar, und man hätte ihnen übernatürliche
Kräfte (Mana) eingeflößt. Zu Zeiten
Hotu-Matuas war die Bevölkerung in zwei Lager gespalten:
die adligen "Langohren" (die ihren Namen dadurch
erhielt, weil sie sich als "Rangabzeichen"
die Ohrläppchen künstlich verlängert
hatten) und
die "Kurzohren", die als Sklaven tätig
waren. Die Kurzohren waren es auch, die zu der Erbauung
der Moais gezwungen worden sind.
Doch zwischen den beiden Sippen kam es zum Krieg, bei
dem fast die gesamte Bevölkerung ausgelöscht
worden war. Viele Forscher nehmen an, daß die
meisten Figuren während dieses Kriegs umgestürzt
wurden.
Alle 3.000 Einwohner der 166 km² großen Insel
leben im einzigen Ort Hanga Roa. Offizielle Amtssprache
ist Spanisch, also für viele Deutsche Touristen
kein allzu großes Problem, sich zu verständigen.
Die Einheimischen unterhalten sich in einem eigenen
polynesischen Dialekt, genannt Rapa Nui. Englisch und
Französisch sind verbreitet.
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